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AIS-Modul Drucken E-Mail

Auf der Messe boot in Düsseldorf wurde es bereits vorgestellt - nun ist es endlich verfügbar:

Mit der AIS Zieldarstellung im Transas Navigator ist es nun möglich, AIS-Ziele innerhalb der Reichweite des UKW-Funkgerätes als Overlay auf der Seekarte anzeigen zu lassen. Vorteilhaft ist dabei, dass die Übertragung der AIS-Daten als digitaler Datensatz erfolgt und die Übertragung der digitalen Daten eine höhere Reichweite als die reine Sprache im UKW-Bereich mit sich bringt.

Nach den internationalen Vorschriften über die Sicherheit auf See (SOLAS) müssen seit dem 01.01.2005 alle ausrüstungspflichtigen Schiffe über 300 BRZ sowie alle Passagierschiffe mit einem AIS-Transponder ausgerüstet sein. Ab dem 01.01.2007 betrifft diese Regelung auch alle Fahrzeuge, die auf Seeschifffahrtsstraßen gefährliche Güter transportieren - auch Container-, Schüttgut- und Tankmotorschiffe in der Binnenschifffahrt. Diese Fahrzeuge senden über zwei Kanäle im Bereich des UKW-Seefunks (87B und 88B) permanent Angaben über den eigenen Status:

  • Namen
  • MMSI-Nummer
  • Rufzeichen
  • Position, Kurs, Geschwindigkeit, Drehrate
  • Art des Fahrzeugs.
Diese Daten sind frei verfügbar und können durch jede Funkstelle in der Reichweite des ausgesendeten UKW-Signals empfangen und ausgewertet werden. So wird es allen Teilnehmern (Schiffen und Schiffsüberwachungsstellen) ermöglicht, Informationen über andere Fahrzeuge innerhalb der UKW-Reichweite für die sichere Navigation zu verwenden. Gerade im Bereich vielfrequentierter Schifffahrtsstraßen ist es damit möglich, Gefahrensituation zu anderen Schiffe schnell zu erfassen und bedarfsweise diese direkt mittels UKW oder mit der MMSI-Nummer anzusprechen.
AIS übermittlet sämtliche relevanten Schiffsdaten. In Verbindung mit der Navigationssoftware Transas Navigator dienen die AIS-Daten dadurch der Sicherheit, dass sich, basierend auf den GPS-Informationen zum eigenen Schiff und den AIS-Informationen anderer Schiffe, Zeitpunkt und Abstand der dichtesten Annäherung (CPA und TCPA) errechnen lassen. Einer umsichtigen Schiffsführung wird damit ein Kollisionsrisiko sofort sichtbar.
Kartenoverlay von AIS-Daten mit dem Transas Navigator

Ein großer Vorteil des AIS-Systems ist, dass die Informationen in ein elektronisches Seekartensystem eingeblendet werden können und keine zusätzlichen Geräte für die Darstellung der Informationen an Bord genommen werden müssen. Es ist ausreichend, einen AIS-Empfänger mit einer eigenen Antenne an Bord zu nehmen und den Datenausgang des Empfängers mit dem PC oder Kartenplotter zu verbinden (die Daten werden über eine serielle Schnittstelle übertragen). Anschließend erfolgt die Anzeige der empfangenen Daten auf der Seekarte des Transas Navigator. Alternativ zu einer eigenen Antenne besteht die Möglichkeit, eine Antennenweiche (einen sogenannten Splitter) in die Antennenleitung eines vorhandenen Funkgerätes einzubinden und so die Antennenanlage der Seefunkstelle für den AIS-Empfang mitzunutzen. Eine Änderung in der Frequenzzuteilung ist nicht erforderlich. Weiterhin ist der Stromverbrauch des AIS-Empfängers weitaus geringer als der eines Radargerätes. Und die Unterbringung einer sperrigen Radarantenne und das damit zunehmende Toppgewicht entfallen.

Anzeige der AIS-Daten in Tabellenform Die Anzeige der Informationen ist für jeden ohne große nautische Erfahrung auswertbar. Die Darstellung kann entweder in Textform (als Tabelle) oder mit Kartenoverlay (s. o.) oder kombiniert erfolgen. dies ist ein großer Vorteil der Softwarelösung Transas Navigator mit AIS-Interface gegenüber einem "Standalone-Gerät". Ein solches, oft auch als "AIS-Radar" tituliertes Gerät, zeigt ledigich den reinen Text oder den Abstand der AIS-Ziele zum eigenen Standort an. Der Transas Navigator mit AIS-Anbindung hingegen zeigt neben den AIS-Daten auch die navigatorischen Informationen zu Tonnen und anderen Objekten an, die in dieser Form auch visuell erfasst werden können. Somit ist die Umsetzung der Informationen für die sichere Schiffsführung viel einfacher gewährleistet!

Weitere Informationen finden Sie auch in der Publikation der WSD Nordwest zu diesem Thema.

 
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